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2020 soll mit der Abschaltung von Braunkohlekraftwerken begonnen werden und bis 2038 sollen alle Kohlekraftwerke abgeschaltet sein. Darüber hinaus soll noch der Mineralölverbrauch während dieser Zeitspanne deutlich gesenkt werden. Um diese Ziele klimaneutral zu erreichen, müsste die Windenergie gegenüber heute ein 15-Faches betragen.

Woher soll die klimaneutrale Energie kommen?

Regenerative Energie kommt in der Natur im umfangreichen Maße vor.
Diese der Natur zu entnehmen und zu speichern ist die Herausforderung und gleichzeitig das Problem.

2.2.4.1 Biomasse und Biokraftstoffe

Stoffe bzw. Stoffgemische, die biologischen Ursprungs sind und die energetisch genutzt werden können, werden als Biomasse bezeichnet. Hierzu zählen Holz, landwirtschaftliche Produkte, wie Mais, Zuckerrüben oder Raps, Klärschlamm, Bioabfälle und andere. Sie erzeugen CO2 Emissionen, haben diese bei der Entstehung zuvor der Atmosphäre entnommen. Biokraftstoffe sind letztendlich ebenfalls der Biomasse zuzurechnen.
Sie konkurrieren mit der Nahrungsmittelproduktion und der zusätzlichen Aufforstung. Die Nahrungsmittelproduktion soll zunehmend ökologisch gestaltet werden. Nicht außer acht zu lassen, ist der Erhalt einer gewissen Biomasse in den Böden. Bei anderen Nutzungsarten, wie Energiegewinnung, kommt es jedoch oft zur Unterbrechung von Nährstoffkreisläufen.
Energiegewinnung aus Biomasse und ökologische Landwirtschaft stehen sich antagonistisch gegenüber.
Mit 7,3% am Primärenergieeinsatz hat Biomasse zur Zeit den größten Anteil an der regenerativen Energie. Sie hat den Vorteil des zielgerichteten Einsatzes.

Hinsichtlich der aufgeführten Zusammenhänge ist der Einsatz von Biomasse als Primärenergie bestenfalls auf 12% bis 15% gegenüber des heutigen Primärenergieeinsatzes zu steigern.

Der Zukauf von Futtermittel aus dem Ausland, wie er in Deutschland bereits jetzt praktiziert wird, trägt keinesfalls zur Verbesserung der weltweiten CO2 Bilanz bei.

2.2.4.2 Windenergie und Fotovoltaik

Windenergie und Fotovoltaik liefern elektrischen Strom. Elektroenergie (Strom) ist am Gesamtenergieverbrauch nur mit 21,3% beteiligt. Elektroenergie muss zum Zeitpunkt der Erzeugung verbraucht werden.
Elektroenergie aus Windenergie und Fotovoltaik steht unkontinuierlich zur Verfügung und ist somit nicht grundlastfähig. Sie benötigt nebenher stets Reserveleistungen in Höhe der benötigten Gesamtleistung, da die Leistung aus Windenergie und Fotovoltaik, wie es mehrmals im Jahr vorkommt, gegen 0 geht.

Die Elektroenergieleistung beträgt in Deutschland zur Zeit etwa 80 GW. Die benötigte Elektroenergieleistung wird um ein Vielfaches ansteigen, wenn 2050 der Gesamtenergieverbrauch klimaneutral sein soll.

Woher kommt dann die Reserveleistung?

Wasserkraft, Energiespeicher und Biomasse werden nur geringfügig dazu


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beitragen können. Es verbleiben fossile Energieträger; können wir es uns überhaupt leisten, alle Kohlekraftwerke zu liquidieren?

Wie viel Windräder finden in Deutschland noch Akzeptanz?

Ich halte eine Verdreifachung des aktuellen Zustandes, einerseits durch neue Standorte und andererseits mittels Ersatz alter Anlagen durch Windräder mit größerer Leistung, für möglich.
Bei der Fotovoltaik könnte eine Vervierfachung realistisch sein.
Je mehr Windkraft und Sonnenstrom, je größer wird die Diskrepanz zwischen Überproduktion und Nullproduktion.
Wie die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt hat, stehen im Jahresdurchschnitt nur etwa 15% der installierten Leistung beider Verfahren zur Verfügung.

2.2.4.4 Solartechnik und Geothermie

Beiden steht ein riesiges Reservoir zur Verfügung. Eine großtechnische Nutzung ist nicht in Aussicht. Zur Zeit sind sie mit etwa 0,3% am Primärenergieeinsatz beteiligt.

2.2.4.5 Energiespeicher

Energie kann als potentielle Energie in dem Masse auf ein höheres Niveau befördert wird, thermisch als Wärmespeicher, chemisch in Form von Wasserstoff sowie Methan und in Batterien gespeichert werden. Sie werden benötigt, um die Überschussproduktion aus Windenergie und Fotovoltaik sowie die Solarenergie zu speichern und somit die Reserveleistung der Elektroenergie zu erbringen.
Keiner dieser Speicher ist bei Wegfall der fossilen Energieträger in der Lage weder leistungsmäßig noch mengenmäßig die Sonnenlücke bzw. Windflaute auszugleichen.

Ein Pumpspeicherwerk

bringt Wasser mittels Elektroenergie in einen höher gelegenen See. Bei Bedarf wird der See geleert und treibt Generatoren an. Die Generatorgröße bestimmt die Leistung. Die Energiemenge ist von der Größe des Sees abhängig.
Die gegenwärtige Leistung der Pumpspeicherwerke in Deutschland beträgt 0,98 GW. Dem gegenüber steht für Elektroenergie, die nur 21% der Primärenergieträger beinhaltet, eine benötigte Leistung von 80 GW gegenüber.

Es ist unschwer erkennbar, es ist technisch nicht möglich.

Thermische Wärmespeicher

werden zur Speicherung der Solarenergie benötigt. In großtechnischer Nutzung könnte ein Teil der Wärme klimaneutral ersetzt werden, wenn man der Natur diese Menge entnehmen könnte.
In 1.000.000 m3 Wasser können etwa 60 GWh gespeichert werden. Benötigt würden idealerweise 700.000 GWh für Raumwärme und Warmwasser.

Ergo, auch nicht!

Wasserstoff

soll es richten. Der Wasserstoff soll aus der Überproduktion von Windenergie und Sonnenstrom hergestellt werden.
Die Wasserstoffmoleküle (H2) sind extrem klein, so dass diese herkömmliche

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